Ich selbst bin eine recht kritische Verbraucherin.

Durch meinen Konsum möchte ich nicht noch mehr dazu beitragen,  dass ärmere Länder noch ärmer, Tiere misshandelt werden und die Natur immer mehr ausgebeutet und zerstört wird. Außerdem möchte ich auch mir nicht ständig Stoffe zuführen, die gesundheitsschädlich sind.

Der tägliche Einkauf wird begleitet von diesen Überlegungen, jeden Tag aufs Neue.

 

Und nun stehe ich auf einmal auf der anderen Seite, auf der Seite des Herstellers.

 

Dankbar bin ich, dass das Problem Tierversuche  kein Thema mehr ist.  Ab März 2013 dürfen in Kosmetikprodukten keine Rohstoffe enthalten sein, die mittels Tierversuche getestet wurden.  Eine sehr sinnvolle Entscheidung des Gesetzgebers, denn ich kann Euch versprechen, dass man sehr schöne, gut verträgliche und angenehme Seifen auch ohne neuartige Zusatzstoffe, die erst an Tieren getestet werden müssten , herstellen kann.

Ich verzichte auch auf die Verwendung von Produkten tierischer Herkunft, mit Ausnahme von Bienenhonig und Bienenwachs. Es braucht definitiv keine Produkte aus der Tierhaltung, um gute Seifen herzustellen. Fast alle meine Seifen sind also vegan.

 

Weiterhin verwende ich kein Palmöl. Palmöl ist in fast allen Kosmetikprodukten enthalten, aber es gibt ausreichend andere pflanzliche Öle und Fette, um es zu ersetzen.
Auch mit Kokosfett ist das mittlerweile so eine Sache. Würde man Palmfett komplett durch Kokosfett ersetzen wollen, würden wir vor dem gleichen  Problem stehen: Ausbeutung der Natur, unhaltbare Zustände bei der Ernte und Verarbeitung. Daher nehme ich nun einige Produkte ins Programm, die mit wenig oder gar keinem Kokosfett auskommen.
Palm- und Kokosöl sind beides feste Fette, die man nicht einfach durch ein x-beliebiges Fett ersetzen kann. Ich weiche aus auf Shea-Butter und Babassuöl und nehme auch vermehrt Olivenöl, was wir zwar als flüssig kennen, aber nach der Verseifung nach längerer Lagerung eine sehr feste Seife ergibt.

Für die Farbgebung meiner Seifen habe ich auch sehr lange recherchiert. Wenn ein Farbpigment vom Gesetzgeber für Kosmetik zugelassen ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch unschädlich ist.

Die Beduftung meiner Produkte erfolgt zumeist mit Ätherischen Ölen, nur ungern verwende ich Parfümöle. Künstliche Düfte sind zwar vom Gesetzgeber durchaus erlaubt, aber meines Erachtens recht kritisch zu beurteilen. Näheres werde ich hier nach Beendigung meiner Recherchen mitteilen.
Nur wenige meiner Produkte sind also mit künstlichen Duftstoffen versehen.

 

Näheres über meine Produktinhaltsstoffe findet man unter der Rubrik: Kosmetische Inhaltsstoffe.

 

Zum Schluß stehe ich vor dem Problem der Verpackung.  Am schönsten wären eigentlich Banderolen aus ungebleichtem Papier, aber aus vielerlei Gründen, insbesondere, wenn ich die Ware auf Märkten transportiere und lagere, ziehe ich eine Rundumverpackung vor. So habe ich mich für Zellophanverpackungen entschieden, die zwar etwas teurer sind als Plastikfolie, aber dafür für mich einen noch erträglichen Kompromiss zum gewöhnlichen Kunststoff darstellen. Leider sieht man durch das notwendige Falten der Tütchen die Seifen nicht mehr in ihrer vollen Pracht, aber ich denke, damit kann man leben.
Einzig die Soleseifen und Badebomben müssen in Kunststofffolie verpackt werden, weil es fatal wäre, würden sie feucht werden.

 

Auch bei der Herstellung meiner Produkte und der Verwaltung meiner kleinen Seifensiederei achte ich darauf, die Umwelt nicht mehr zu belasten als nötig.
So schwierig ist das gar nicht, wenn man es nur gerne möchte.
Das fängt beim Recycling-Büromaterial an,  über meine Siedeküche, wo ich keine Wegwerfbehälter und möglichst wenig Kunststoffgegenstände benutze, und endet auf den Märkten.

Dies alles ist mein sehr bescheidener Beitrag für diese Welt, die es doch nur einmal für uns gibt.