Projekt Putzseife - die Seife für den Haushalt

28.10.2013

Projekt Putzseife!

Wenn man so viele Seifen siedet, hat man recht viele Abfälle, sei es, dass eine Seife optisch nicht gefällt oder aber man schneidet manche Seifenstücke noch etwas in Form, bevor sie verpackt werden.

Auf jeden Fall häuft sich da viel mehr an, als man vorher glaubt.

 

 

 

Es ist aber nicht notwendig, diese Seifen oder Seifenreste einfach in den Müll zu werfen, sondern man kann sie zu sehr guter Putzseife verarbeiten.  Dafür muss man die Seife kleinschneiden und mit Wasser aufkochen bzw. erhitzen und beides zu einem homogenen Brei verarbeiten.

Kosmetische Seifen (und daher auch meine Seifenreste) sind überfettet zur besseren Hautpflege, daher muss nachverseift werden, denn wer will schon beim Putzen Fettschlieren erzeugen.

 

Den nachverseiften homogenen Brei salzt man aus. Hat man das Salz in den Seifenbrei gegeben und gründlich gerührt, wird sich die Seife oben auf dem Wasser absetzen und kann abgeschöpft werden.

Damit man eine "saubere" Seife bekommt, wiederholt man den Aussalzvorgang so lange, bis das Wasser, das unten unter der Seifenschicht im Topf bleibt, klar ist.

 

 

In diesem Fall hier habe ich fünfAussalzvorgänge durchführen müssen.

Alle Farbreste bekommt man nicht weg, so dass wir hier in diesem Fall eine türkisfarbene Seife erhalten haben.

Hier sieht man die kleingeschnittenen Restseifen beim Erhitzen im Topf. Sie werden mit Wasser so lange verrührt, bis ein homogener Brei entsteht. Danach wird nachverseift. Die Nachverseifung darf nicht zu niedrig angesetzt sein, sonst sind Fettüberschüsse in der Putzseife. Das erzeugt Streifen und Schlieren beim Putzen und soll nicht sein. In den kosmetischen Seifen ist ein Fettüberschuß gewünscht und notwenig, damit die Haut bei der Anwendung nicht austrocknet, doch hier können wir die Überfettung, wie man das auch nennt, nicht gebrauchen.

 

Hier sind wir beim homogenen Brei, der jetzt nachverseift wurde.

 

In diesen Brei kippt man nun eine ordentliche Menge Salz und rührt kräftig. Die Seife setzt sich oben auf dem Wasser ab und alle unerwünschten Stoffe bleiben im Wasser zurück. Man sieht hier, wie die Oberfläche "grisselig" wird und die Seife ausflockt.

 

 

 

 

Hier wird die Seife abgeschöpft

 

Die abgeschöpfte Seife - durch die Farben der Seifenreste hat sich hier ein Grünton ergeben - im Moment siehts noch aus wie - Spinat ;-)  Am Rand des Gefäßes kann man Reste des dunklen Wassers erkennen, in dem alle unerwünschten Bestandteile gelöst sind.

 

 

Und hier das Wasser, das weggekippt werden muss. Man muss solange weiter aussalzen, bis das Restwasser klar ist.

 

Die Seife an der Oberfläche nach dem zweiten Aussalzen - sie ist schon heller geworden, ebenso wie das Wasser, das dann abgegossen wurde.

 

Diese Vorgänge wurden fünfmal wiederholt, bis das Wasser klar blieb.

Das Ergebnis ist nun in die Formen abgefüllt und wartet aufs Ausformen morgen und muss viele  Wochen liegen, um ausreichend zu trocknen.

Ihre Putzkraft hat die Seife schon bewiesen, denn es war recht einfach, alle benutzten Geräte mit den Seifenresten zu spülen. Im Gegensatz zum Sieden  der kosmetischen Seifen, wo ich immer mit Unmengen Fettresten beim Spülen zu kämpfen habe, spülten sich diese Seifenleimreste sozusagen von selbst ab - eine feine Sache ;-)

 

Schön ist es, ein Putzmittel zu haben, das die Umwelt wesentlich weniger belastet als herkömmliche Reinigungsmittel.

 

 

 

 

Zwei Tage später habe ich die Seife geschnitten, weil sie im Block einfach zu lange braucht, um auszutrocknen.

Da die Seife noch so nass war, sind die Stücke entsprechend unsauber im Schnitt, aber für Putzseife brauchen wir keine akkuraten Seifenstücke, sondern machen lieber Platz im Raum für neue zu siedende Seifen ;-)

 

Trotzdem kann sie sich sehen lassen, wie ich finde.

 

 

 

So, nach über einer Woche hat meine Tochter sich erbarmt und mal ein "gescheits" Foto gemacht - so sieht sie jetzt aus - sehr bröckelig und ganz leicht.

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