Mittelaltermarkt in Trier

07.07.2014

Mein Zweiter Markt - mein erster "richtiger" Mittelaltermarkt und gleich noch so groß aufgezogen.


Hier bin ich noch beim Aufbau...

Mein Zelt war nach der Erfahrung auf dem ersten Markt an "Einrichtung" schon größer geworden; auf dem ersten Bild sieht man den zweiten Verkaufstisch, auf dem ich nun meine Ware ausbreiten konnte.

 

Außerdem habe ich meine "Trennwand" und die Tücher für die Verkaufstische durch Jute ersetzt - so gefällt es mir richtig gut!


Das Auf- und Abbauen war immer noch schwer für mich - ein Normannenzelt in dieser Größe ist für eine Person, die dazu noch unerfahren ist, schon eine Aufgabe ;)

Aber klar, dass ich das schaffte. 

Dieser Markt war zwar groß, direkt  im Palastgarten in Trier, aber es war eine Erstveranstaltung,  zudem fiel der erste Tag auf einen Spieltag der Fußballmeisterschaft und die Eintrittpreise waren recht hoch. 
So kamen nicht allzu viele Besucher, und ich merkte wieder, wie klein mein Marktstand vom Warensortiment her doch noch ist. 

Naja, klein, aber fein, sag ich da nur!

Das musikalische  Highlight des Marktes waren die Heidweilers - ein tolles Duo!

Klasse ist es, auf dem Markt all die Händler und Schausteller  kennen zu lernen, zum einen ist das einfach ein ganz besonderes Völkchen, dem ich mich sehr verbunden fühle, und zum anderen geben sie Anfängern wie mir wertvolle Tipps.

Sie holen einen auch schon mal auf den Boden der Tatsachen - und das ist auch das einzige, was einem weiterhilft in diesem schönen, aber schwierigen Metier.

Wir waren alle etwas verzweifelt ob der wenigen Kundschaft, sowohl die alten Hasen als auch ich, die Neue, aber wir machten uns immer wieder Mut und  der Humor siegte letztendlich .

Ich muss aber sagen, dass die Veranstaltung an sich in einem sehr schönen Gelände war und in den nächsten Jahren sicher besser angenommen wird - es gibt eben überall Startschwierigkeiten.

 

Leider habe ich es in meiner Unerfahrenheit versäumt, genügend Bilder zu machen. Zumindest kann man hier nochmal schön  den Stand erkennen.
Was noch schön auf diesem Bild ist, ist das Wetter, denn das änderte sich noch...

 Es fing an zu regnen, und das Vordach meines Zeltes bietet ja nur direkt von oben Schutz.
An den Seiten regnete es auf meine Seifen und ich durfte die Erfahrung machen, dass nass gewordene Seifen in Cellophanverpackung ein ganz, ganz großes Übel sind....
Außerdem bildete sich natürlich eine große Wassertasche im Vordach, die ich ständig leeren musste.

Auf meiner Agenda steht nun außer der Vergrößerung meines Sortimentes noch eine Lösung (welche, weiß ich noch nicht) für mein Zelt, damit die Verkaufstische seitlich gegen Nässe geschützt bleiben und das Wasser auf dem Vordach ablaufen kann im Regen.

Am letzten Tag kams dann gleich nochmal ganz, ganz dicke - ich frag mich da, wieso man alle schlechten Erfahrungen gleich zu Anfang machen muss? -  die Orga kam zu uns und teilte mit, wir sollten etwas früher mit dem Abbau beginnen, da ein Sturm sich angekündigt hatte.

Also räumte ich zusammen, so, dass ich zumindest das Vordach runterklappen und damit das Zelt schließen konnte. Und genau DA fing es an - es hatte schon etwas zu regnen begonnen, und nun kam eine Sturmböe, die sehr, sehr heftig war. Beinahe hätte es mir die schweren Holzstangen um den Kopf gehauen.
Mein tapferer Loco, der leider Angst vor Gewittern hat, kroch in die hinterste Ecke des Zeltes und wollte nicht mehr raus.

Wir mussten aber raus, denn ich brauchte ja das Auto. Und das gestaltete sich bei diesem Markt auch sehr schwierig - wir konnten unsere Autos nur mit einem eigens hierfür organisierten Shuttle holen. Ich ging also mit meinem vor Angst schlotternden Hund im Regen nach vorne und musste ewig auf das Shuttle warten. In der Zeit hatte ich schon Bedenken, dass mein Zelt mitsamt der Ware sich im Sturm verselbständigen würde, aber ich hatte Glück und das schlimme Wetter beruhigte sich etwas.
Eine geschlagene Stunde später waren wir mit dem Auto zurück auf dem Platz, mein Loco und ich - und dann konnte ich endlich die Ware einladen und das Zelt abbauen.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir der Markt trotz all dieser Schwierigkeiten sehr gut gefallen hat. Ein nächstes Mal darfs also gerne

geben ;)

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