Gedanken über die Umwelt und was ich dafür tun kann - OlShea

29.12.2014

Wenn ein neues Jahr naht, ist ein guter Zeitpunkt, um mal etwas nachzudenken (obwohl man nicht nur zum Jahreswechsel nachdenklich sein sollte  *g* )

Die globalen Probleme werden immer schwerwiegender. Immer noch nehmen die meisten darauf keine Rücksicht und konsumieren, was das Zeug hält.
Auch mit meiner kleinen Siederei bin ich davon betroffen und möchte überlegen, bevor ich fertige und verkaufe.

 

Palmöl habe ich noch nie verwendet, da man es recht gut ersetzen kann. Für einige Seifen allerdings benötigt man aus verschiedenen Gründen eben doch ein Fett mit den Eigenschaften von Palmöl, und dieses habe ich bisher immer durch Kokosfett ersetzt.
Aber sind wir mal ehrlich - ist das mit der Gewinnung von Kokosfett tatsächlich besser?
Ich habe ein bisschen recherchiert und die Antwort lautet: (NOCH) ja!
Wenn ich also Palmöl komplett durch Kokosfett ersetzen möchte, mache ich die Lage auch nicht besser; die Gewinnung mit all ihrer Ausbeutung von Mensch und Natur gleicht sich nämlich alsbald der von Palmöl an.
Ja, ich möchte weiter Kokosöl verwenden, aber nicht mehr so oft und nach Alternativen suchen.

31.12.2014

Und nun habe ich mir eine Alternative ausgedacht, die ich zur Feier des Tages, nämlich heute an Silvester, sieden werde!
Neben auf dem Bild sieht man schon das Siedeprotokoll.

OlShea   soll sie heißen

 - der Name setzt sich zusammen aus den beiden verwendeten Fetten/Ölen, und das wären Olivenöl und Shea-Butter.


Olivenöl und Shea-Butter sind in Bio-Qualität, und die Düfte und Farben natürlichen Ursprungs.  Der Duft ist hauptsächlich Ylang-Ylang, ein Wasserdampfdestillat des Cananga-Baumes, mit einem winzigen Schuß Patchouli (nur zum Abrunden, der typische Patchouli-Duft soll eigentlich gar nicht richtig wahrzuehmen sein), und gefärbt wird sie mit natürlichen Pigmenten. Ach ja, ein Tröpfchen Citronella kommt auch noch dazu!

 

Um  ein schönes Muster hinzubekommen, werde ich den Seifenleim in einen großen und einen sehr kleinen Teil abmessen, und die größere Leimmenge weiß, und die kleinere schwarz einfärben.

 

 

 


Dann wird farblich abwechselnd der Leim in die Form gegossen, über die vier in der Form aufgestellten Holzklötzchen, das ergibt ein sehr schönes Muster.
Column-Swirl nennt sich diese Gießtechnik übrigens ;)

Ach ja, selbstverständlich werden die Klötzchen nach dem Eingießen vorsichtig wieder herausgezogen!

Hier gieße ich gerade die mit Sole angerührte Lauge in den Seifenleim.
Dann wird kurz gerührt, und wenn dann die Düfte in den Leim kommen, muss zügig gearbeitet werden, da gerade bei einer Soleseife der Leim dann ganz schnell andickt und man keine schönen Muster mehr erzeugen kann.

 

Und weiter gehts!
Für mich kann es nichts schöneres geben, als mit einer neuen Seife ins neue Jahr zu kommen!

Hier sieht man noch mal, wie das mit der oben beschriebenen Gießtechnik funktioniert.

01.01.2015

Prosit Neujahr!!


Seid Ihr alle gut reingekommen ins neue Jahr?

 

Ich schon, und meine Seife ist gut reingekommen in die Form ;)


Ja, jetzt ist es mittlerweile schon 2015 und hier sieht man den frisch eingefüllten Seifenleim in der Blockform.  Der vordere Block ist in einer anderen Gießtechnik entstanden - der Leim wird nach Farbe getrennt in die Form gegossen und anschließend mit einem Stäbchen "verswirlt". 
Das Holzklötzchen in der Mitte wird noch entfernt - ich benötigte es kurzfristig, um die biegsamen Silikonwände der Form zu stabilisieren, bis beide Blöcke gleichmäßig mit Leim befüllt waren.

01.01.2015 - später am Tag...

Endlich , endlich ist es soweit!

Da OlShea eine Soleseife ist, wurde sie schnell fest - ich konnte also schon nach wenigen Stunden  ausformen und - endlich!- anschneiden.

Hier sieht man übrigens sehr schön den Unterschied der beiden Muster in den Blöcken.

 

 

Ich finde sie rundherum gelungen.


Durch die Zutaten ist sie Luxus pur und sie ist mein momentaner

Favorit  ;)

 

 

Hier auch nochmal sehr schön zu erkennen die unterschiedlichen, feinen Muster.

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