Maulbeerseife...

10.08.2015

Eine Bekannte hat ganz viele Maulbeerblätter gesammelt und mir diese überlassen mit der Bitte, da Seife draus zu machen....




Ich bin ja der Meinung, man kann fast alles verseifen, und die Maulbeerblätter sollten kein Problem darstellen ;)
Nun ja, das Verseifen war nicht wirklich das Problem, viel aufwändiger war das Trocknen der vielen, vielen Blätter. Da ich in meiner Siedeküche nur wenig Platz zur Verfügung habe, dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis nach vielem Wenden endlich alles durchgetrocknet war.

Nach dem Aussortieren gelber Blätter und großer Stängel musste der verwertbare Rest ordentlich zerkleinert werden - nach ein paar erfolglosen Versuchen versuchte ich mich ganz einfach mit dem Mixer - ERFOLG  ;)

Geplant war, die feinen, kleinen Teilchen mit einem mit grüner Tonerde gefärbten Leim zu mischen und die etwas groberen Stücke in mit weißer Tonerde gefärbten Leim zu geben. Mit diesen beiden verschieden gefärbten Massen wollte ich dann marmorieren - wie bei einem Marmorkuchen eben.
Das Marmorieren ist leider misslungen, denn die Maulbeerblätter färben unglaublich ab und der Leim wurde komplett grün.

Nichts desto trotz dürfte das Experiment gelungen sein - hier zunächst mal der Seifenleim in der Form. Das blaue Band dient lediglich dazu, die Silikonform vorm Ausbeulen zu bewahren.
Nach zwölf Stunden landete die Form mitsamt Seife erstmal im Tiefkühler, weil sich der Block nicht ausformen ließ.

So, und da isse ;)
Wie erwartet, läßt sich die Marmorierung so gut wie gar nicht erkennen. Wenn die Stücke durchgetrocknet sind, wird die Färbung wahrscheinlich besser erkennbar sein.
Trotzdem finde ich sie schön - ein Stückchen Natur durch und durch.

 

 

Ach ja, wenn hier interessierte Siedekolleginnen mitlesen, hier das Rezept in Kurzform:

 

 

 

 

 


250 g Olivenöl
250g Rapsöl
250g Kokosöl
50g Rizinusöl
Natronlauge für  ca. 8% Überfettung
    (hier bitte selbst den Seifenrechner anwerfen)
Grüne und weiße Tonerde
Melissenöl
Salbeiöl
Orangenöl
Thymianöl
Rosmarinöl
getrocknete Maulbeerblätter.

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