Infos im Bereich Umweltschutz               

 

So

02

Okt

2016

Die Loreley oder auch der Raubbau an der Natur wider den Willen der Bürger und vor allem wider die Natur!

Die Loreley habe ich erst ganz spät kennen- und lieben gelernt, nämlich bei meinem ersten Markt dort, im Oktober 2014.
Es ist herrlich dort oben, egal bei welchem Wetter und in welcher Jahreszeit. Die touristische Infrastruktur mag vielleicht nicht mehr ganz auf dem neusten Stand sein, aber sie ist absolut ausreichend. Dort oben gibt es die bekannte Freilichtbühne, einen Campingplatz mit unvergleichlicher Aussicht, das Hotel und die Jugendherberge mit dem dazugehörigen Grundstück. Unzählige alte Eichen befinden sich darauf und man wird sehr demütig, wenn man inmitten der alten, knorrigen Gewächse steht.
Der Sternenhimmel ist bei klarer Sicht überwältigend.
Zweimal im Jahr war ich seitdem regelmäßig dort und ich liebe die Umgebung.

Mit dieser Einstellung bin ich nicht alleine - so wie ich empfinden viele.

Allerdings ist das denen egal, die nur Profit und Ansehen im Auge haben.
Die Loreley soll umgestaltet werden, und zwar in einer Art und Weise, die anscheinend nur denjenigen gefällt, die daran verdienen.
Leuchtende Kristalle soll es geben.
Einen Souvenirshop.
Die Natur soll umgestaltet werden.

Wieso bitteschön,  gestaltet man Natur um?
Sie gerade wollen wir erleben, und nicht eine menschgemachte Umgebung!

Touristen möchte man anlocken. Ja, wieviele denn noch und vor allem welche? Ist es nicht genug, mehrmals im Jahr dort oben Veranstaltungen zu haben? Und die vielen Wanderer, die dorthin kommen,  die nicht nur mal eben ein paar Selfies machen, einen billigen Gegenstand im Souvenirshop kaufen und sich dann wieder in den Bus setzen, um weiterzufahren - die sind nicht genug?

Einige Tierarten sind gefährdet - und die Eichen?

Das interessiert allerdings nicht.

Ich verlinke nachfolgend einige Artikel zur Info:
SWR Dezember 2015
SWR Juli 2016
Rhein Zeitung Juli 2016

SWR September 2016

Loreley-Besucherzentrum - Bericht über die Umgestaltung


Und nun verlinke ich eine Campact-Petition mit der Bitte, zu unterschreiben!
Unter der Petition ist sehr gut nachzulesen, welch ein hirnverbranntes, vollkommen verschwenderisches und verbrecherisches Vorhaben gegen den Willen der Bürger rücksichtslos durchgesetzt wird.
Viel zu viele Tierarten, die durch den Umbau bedroht werden, sind aufgezählt. Außerdem fallen zum Opfer die Jugendherberge, die Blockhütten, die Atmosphäre -  einfach viel  zu viele Lebewesen und Dinge, die dorthin gehören, die gebraucht werden und die wir erhalten müssen!
klick

 

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Di

15

Mär

2016

Verpackungsmüll

 

 

So, jetzt möchte ich dem Lieferanten meiner Bio-Öle mal ein ganz, ganz dickes Lob aussprechen!

Für die meisten meiner Produkte habe ich (leider  mit hohem finanziellen Aufwand) die Öle und Fette auf BIO umgestellt. Leider gibt es diesbezüglich für mich keine Möglichkeit, diese verläßlich  lokal zu beziehen, so dass ich sie im Internet bestelle. Glücklicherweise handelt es sich hier um keinen Massenbetrieb, sondern um einen ehrlichen, seriösen und soliden Hersteller.
Der gibt sich wirklich Mühe und ist konsequent, denn die Produkte, die ich bei ihm bestelle, sind mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen alle in Glasgebinden oder aber im großen Blechbehälter zu beziehen.

Und was man hier auf dem Bild sieht, ist viel weniger schlimm als es scheint, denn natürlich muss die Ware bruchsicher verpackt werden und hier wird gänzlich auf Luftpolsterfolie u.ä. verzichtet. 
Und das Gute an der Sache vervielfacht sich, denn ich hebe das Material, das komplett aus Recycling-Karton und -Papier besteht,  auf und verwende es, wenn ich meinerseits aus meinem  Shop bestellte Ware an meine Kunden schicke.

Das hilft mir natürlich sehr bei der Umsetzung der strengen Vorgaben, die ich mir in punkto Umwelt- und Naturschutz selbst gesetzt habe; Ihr könnt sie hier nachlesen (Ihr müsst etwas nach unten scrollen).

So, das wollte ich mal loswerden; ich freu mich, dass es auch schönes zu berichten gibt in unserer gebeutelten Welt!

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Mi

09

Mär

2016

Palmöl - Preisvergleich

 

 

Verzicht auf Palmöl in Seife  - was kostet mich das denn?

 

 

 

 

 

 

 

Ich kann natürlich nur für mich und meine Seifen sprechen - und da ich eine Mini-Firma betreibe und nicht im großen Stil einkaufen kann, macht sich der Umstieg von  Palmöl  auf ein vergleichbares Pflanzenfett durchaus im Preis bemerkbar.


Auch für die Kosmetikherstellung, insbesondere in der Seife, ist Palmöl ein sehr guter und passender Rohstoff.  Tja - und er ist preiswert.

Ersetzen kann ich das Palmöl ganz gut durch Kokosöl - das habe ich am Anfang auch gemacht. Kokosöl findet sich in einigen meiner Seifen.
Allerdings - beim Anbau von Kokosöl bekommen wir bald vergleichbare umweltschädliche und ethisch bedenkliche Probleme wie beim Kultivieren der Ölpalme, insbesondere dann, wenn wir uns alle besinnen, Palmöl vermeiden und dann auf Kokosfett umsteigen wollen.
Wir würden also sozusagen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, und das wollen wir tunlichst vermeiden.

In meinen Seifen findet sich daher wohl noch Kokosöl, aber in vergleichbar geringen und  m. E. vertretbaren Mengen.

 

Ich mache hier mal einen Preisvergleich:

Wir gehen von einer Seife aus, die zu ca. 40% ein Fett enthalten soll, das die Eigenschaften von Palmfett hat. Das ist realistisch, denn keineswegs soll und muss eine Seife zu 100% aus einem Fett mit den Eigenschaften von Palmöl enthalten; sinnvoll sind nämlich fast  immer Fett-Öl-Gemische, die die Konsistenz der Seife, die Schaumbildung und sonstige Eigenschaften positiv beeinflussen.

Weiterhin gehen wir von einem Seifenstück mit dem Gewicht von ca. 75 Gramm aus, so viel wiegen meine Seifen im Durchschnitt.

Das heißt, es geht pro Seifenstück um einen zu ersetzenden Fettanteil von ca. 30 Gramm.
Wenn ich das durchkalkuliere, finden wir somit Preisdifferenzen für ein 75 Gramm schweres Stück Seife  wie folgt:

Preisdifferenz für den Endpreis für 1 Stück Seife, ca. 75 Gramm,  beim Ersatz für Palmfett ...

... mit Kokosöl:                                                   0,38    (Anmerkung : aus den oben genannten                                                                                                                      Gründen wollen wir hierauf verzichten)                  
... mit Shea-Butter:                                          0,40     Gute Alternative!

 

... mit Kakao-Butter:                                       0,45     (Anmerkung: Kakao-Butter ist wegen ihrer                                                                                                             Eigenschaften  nicht immer  eins-zu-eins als                                                                                                           Ersatz für Palmöl einsetzbar, aber bei                                                                                                                       manchen Seifen durchaus denkbar)

 

... mit Babassuöl:                                               1,80     (Anmerkung: Babassuöl ist ein überaus teurer                                                                                                     Grundstoff, der nur für Luxusseifen und/oder                                                                                                      nur für den Einsatz in geringen Mengen in                                                                                                              Frage  kommt)        


So, fassen wir zusammen:
Wir halten uns an Shea-Butter, Kakao-Butter und ab und an Kokosöl und  haben ein Stück palmölfreie Seife von 75 Gramm, das im Endpreis noch

 

keine fünfzig Cent 

 

teurer ist als ein vergleichbares Stück Seife, das mit Palmöl hergestellt wurde!
Unter fünfzig Cent für ein Produkt, an dem ich im Normalfall mehrere Wochen habe, bevor ich ein neues kaufen muss!
Nehmen wir an, eines meiner Seifenstücke hält nur vier Wochen, wenn wir es oft benutzen, dann kommen wir auf einen Mehraufwand von ca.  10 Cent in der Woche.


 Unerschwinglich???


Wenn ich nun überlege, dass ein industriell hergestelltes Stück Seife höchstwahrscheinlich zwar einen höheren Anteil an Palmfett hat, der durch ein anderes Fett ersetzt werden müsste, der Hersteller aber dafür ob seiner riesigen Mengenabnahmen einen unbotmäßigen Preisvorteil hat, wage ich nicht darüber nachzudenken, wie klein die Preisdifferenz in diesem Fall für ein Stück wäre!
Ich nehme das Fett  kiloweise ab, ein industrieller Hersteller tonnenweise!
Ich schätze die Differenz auf allerhöchstens  5  - 10 Cent für ein vergleichbares Stück!

Nun haben wir einen Überblick, über welche Kosten wir überhaupt sprechen. 
Denken wir nun nach über die verheerenden Folgen des Palmölkonsums auf unseren gesamten Planeten, fällt der Verzicht doch wahrhaftig nicht schwer.

 

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Mi

09

Mär

2016

Palmöl - wir zahlen einen teuren Preis!

Ich will gar nicht viel lamentieren - hier ist zu unser aller Erinnerung ein informativer Bericht des Focus aus dem letzen Jahr. Es ist und bleibt schockierend!

klick

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Di

08

Mär

2016

Palmöl, wie finde ich es beim Einkauf?

 

Über Palmöl könnt Ihr in meinem Blog  so einiges erfahren.

Und nun möchtet Ihr weitestgehend palmölfrei einkaufen. Auf den ersten Blick ist das entsetzlich schwierig, aber das Ganze ist eine reine Gewohnheitssache.

 

 

Wenn man beim Einkauf daran denkt, darauf zu achten, die Deklarationen zu lesen und sich vorher etwas informiert hat, wird es tatsächlich zur reinen Gewohnheit.
Die Tatsache, dass man vieles nicht mehr kauft und auf andere Produkte umsteigt oder aber gar bemerkt, dass man vieles  einfach nicht benötigt,  ist kein wirklicher Verzicht, denn es gibt einfach zu viele Vorteile nicht nur für die Umwelt, sondern auch für uns selbst, da mittlerweile bekannt ist, dass Palmöl gesundheitsschädlich sein kann. 

 

 

Wie finde ich das versteckte Palmöl in den Produkten beim täglichen Einkauf?

Jeder liest ja ungern das Kleingedruckte, aber hier bleibt uns das nicht erspart.
In Lebensmitteln und Kosmetika muss Palmöl deklariert werden, in Wasch- und Reinigungsmitteln nicht.

  

- - -  

In Lebensmitteln versteckte sich Palmöl zumeist hinter den Bezeichnungen
Vegetabiles Öl oder Pflanzliches Fett.
Dies gehört aber jetzt der Vergangenheit an, denn seit 13.12.2014  unterliegen die Hersteller der Pflicht zur Deklaration lt.  der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV). 


Die Deklarationen  heißen  gut verständlich:

  • Palmöl
  • Palmkernöl
  • Palmfett

 

- - - 

 

Für Kosmetika und Wasch- und Reinigungsmittel ist die Liste komplizierter:


Palmöl und Palmkernöl ist  sicher  in einem Produkt enthalten, wenn  in der Deklaration folgendes zu finden ist:

  • Elaeis guineensis oil
  • Elaeis guineensis kernel oil
  • Palm
  • Palmate
  • Palmitate
  • Cetyl Palmitate
  • Sodium Palm Kernelate
  • Isopropyl Palmitate

 

Palmöl und Palmkernöl ist  vielleicht  oder sogar  höchstwahrscheinlich  in einem Produkt enthalten, wenn  in der Deklaration folgendes zu finden ist: 

  • Cetearyl, Cetyl
  • Lauryl, Lauroyl, Laurate
  • Pflanzenöl/Pflanzenfett
  • Pflanzliches Öl/pflanzliches Fett 
  • Sodium Lauryl Sulfoacetate
  • Stearyl, Stearate

 

Etwas genauer findet Ihr diese Informationen hier und hier.

 

 

 

 

Hinter diesem Link verbirgt sich eine klasse Idee:
Ein Download einer Palmöl-Schnellcheck-Liste für Reinigungsmittel und Kosmetika zum Ausschneiden (Sollte in jede Geldbörse passen). Allerdings ist der Stand von 2012 - da müsste sich ein bisschen was geändert haben, trotzdem sehr, sehr hilfreich!

 

 

 

Und nun noch ein toller Link zum Auffinden vom Lebensmitteln ohne Palmöl:  klick

 

 

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Mo

29

Feb

2016

Palmöl - die Katastrophe, die keiner sehen will

Habt Ihr alle schon von Palmöl gehört?

 


Wißt Ihr, wie es abgebaut wird und wie dies sich auf die Umwelt auswirkt?
Schon sehr lange beschäftige ich mich mit diesem Thema und finde viel zu oft neue Fakten die belegen, wie schädlich der Konsum von Palmöl ist.

Zunächst mal einige Infos über den Baum, aus dem das Öl gewonnen wird:
Es handelt sich hier um die Ölpalme, wissenschaftlicher Name: Elaeis guineensis.
Sie war ursprünglich in Afrika beheimatet, ist heutzutage aber vor allem in Südostasien  und im tropischen Südamerika zu finden, weil sie dort kultiviert wird. 
Sie kann weit älter als 100 Jahre werden, wird aber als Nutzpflanze nach ca. 25 Jahren weitestgehend wertlos, da dann ihre Früchteproduktion stark abnimmt.

Die portugiesischen Seefahrer erfuhren schon, dass die Ölpalme eine hervorragende Nutzpflanze ist, aber damals hatte man nicht die Möglichkeit, die schnell verderblichen Früchte haltbar zu machen. Erst nach 1900 schaffte man hier den Durchbruch, und man begann, die Ölpalme in großem Stil in Westafrika, Indonesien und Malaysia zu kultivieren.

Aus der Ölpalme wird Palmöl und Palmkernöl gewonnen.

  • Palmöl, auch Palmfett genannt, wird aus dem Fruchtfleisch der sterilisierten und gepressten Palmfrüchte  gewonnen.
  • Das Palmkernöl hingegen gewinnt man aus den getrockneten, gemahlenen und gepressten Kernen der Ölpalmenfrüchte.
  • Palmfett und Palmkernöl eignen sich hervorragend zur Herstellung nahezu aller Güter, die wir im täglichen Leben "brauchen".  Das Fatale: es ist einfach billiger als andere Stoffe, durch die man es ersetzen könnte.

 

Palmöl ist das meist angebaute Pflanzenöl der Welt.


Und die Produktion steigt rasant an.
2001 wurden weltweit 25,6 Millionen Tonnen Palmöl produziert, 2009 waren es  46 Millionen Tonnen und  im Jahr 2015 beängstigende  60 Millionen Tonnen.

 

Hauptanbauflächen:

Die Hauptanbauflächen befinden sich in Malaysia und Indonesien (zusammen 85% der Weltproduktion) und haben sich seit 1990 verzehnfacht. Weitere Produktionsländer sind Kolumbien, Nigeria und Thailand.

 

Palmölproduzenten, Palmölvermarkter:

Die weltweit größte Handelsgesellschaft  ist  Wilmar International.
Danach kommen  die südostasiatischen  Unternehmen  Sime Darby,  IOI Group  und  Kuala Lumpur Kepong.

 

Hauptabnehmer:

Vor allem Europa und Asien, dabei Indien als größter Importeur. 

  

 

Palmöl ist in unglaublich vielen Konsumprodukten und Produkten der Industrie enthalten.

 

Palmöl ist ein billiger Rohstoff und das mit Abstand  billigste Pflanzenöl  und hat viele chemische Eigenschaften, die sich die Industrie und die Lebensmittel- und Kosmetikhersteller zunutze machen.

Es  steckt in tausenden von Supermarktprodukten  - nämlich in etwa der Hälfte (!):

 

  • In Lebensmitteln wie Margarine, nahezu allen Arten von Schokolade, Schokokeksen, Schokomüsli, Schokoaufstrichen, Speiseeis, Kekse, Fertiggerichten, Tiefkühlpizzen , Tütensuppen u.v.m.
  • In Kerzen, Wasch- und Reinigungsmitteln
  • In der Kosmetik
  • Palmöl wird in der Massentierhaltung als Futtermittel verwendet.
  • Es fällt mir schwer zu berichten, dass auch die zertifizierten Bio-Firmen wie Alnatura, Allos, Rapunzel, usw.  Palmöl verwenden. Ja, sie verwenden das angeblich nachhaltig angebaute Palmöl, aber wie weiter unten zu lesen ist, kann es das gar nicht geben, da es nicht möglich ist, Palmöl in dieser Masse nachhaltig zu erwirtschaften und die vorgegebenen umweltschutztechischen und humanitären Standards wiederholt nicht eingehalten wurden und werden.


Die traurigste und schändlichste Tatsache kommt noch:

Es steckt auch im Treibstoff!

 

An vielen Stellen  der Welt hungern, leiden und sterben Mensch,  Tier und Pflanze,

damit wir Sprit im Tank haben!

 

 

 

Kommen wir zu den Nachteilen - wappnet Euch, die  Liste wird lang!

 

Zunächst geht es um den Anbau und die zuvor notwendige Rodung schlechthin:

  • Pro Minute (!)  werden auf der Welt  Regenwälder von einer Fläche  von 35 Fußballfeldern zerstört.
  • Zwischen 1990 und 2005 wurden 1,87 Millionen Hektar Palmölplantagen in Malaysia und mehr als 3 Millionen Hektar in Indonesien neu angelegt; davon entstand mehr als die Hälfte durch die Abholzung des Regenwaldes.
  • Durch die Rodung wird Kohlenstoff in hohen Mengen freigesetzt. Wir kennen das CO2, das die Erdatmosphäre ungünstig beeinflusst.  Sehr oft wird auch Brandrodung betrieben, was diesen ohnehin schon schlimmen Effekt noch verstärkt. 
  • In Indonesien gibt es zusätzlich noch das Problem, dass es dort sehr viel Torfboden gibt. Torfboden speichert besonders viel CO2, welches freigesetzt wird, wenn die Böden zum Anlegen der Plantagen entwässert werden.  Die Umwandlung eines einzigen Hektars Torfmoorregenwaldes in eine Palmölplantage  setzt bis zu 6.000 Tonnen CO2 frei!
    Jede auf ehemaligem Torfboden erzeugte Tonne Palmöl sorgt für den Ausstoß von 10 - 30 Tonnen CO2  (s.  Studie der ENGO Wetlands International)
    Ein anderer Vergleich: Eine typische Palmölplantage verschmutzt die Atmosphäre im selben Ausmaß wie 22.000 Autos.
  • Indonesien ist vor allem durch die Regenwald-Abholzung der weltweit drittgrößte CO2-Emittent nach den USA und China.
  • Ein Hektar Regenwald speichert etwa 300 Tonnen Kohlenstoff, ein Hektar Palmölplantage weniger als 40 Tonnen. Sagt das nicht genug?
  • Nicht vergessen werden dürfen hier all die Maschinerien und Hilfsmittel für Bodenbearbeitung, Ernte, Transport und Verarbeitung. Alleine hierfür werden große Mengen an fossiler Energie aufgewendet.
    Originalzitat von  rettet-den-regenwald.org:  "Selbst wenn Ölpalmen in der Wüste angebaut werden könnten, wäre Biodiesel niemals – wie von der Industrie behauptet – 'klimaneutral'."
  • Lt.  meteorologischem Zentrum der ASEAN    verstärkt sich aufgrund der Brandrodungen das Klimaphänomen  El Niño und bedingt eine verlängerte Trockenzeit für die Region, was wiederum die Ausbreitung von Waldbränden fördern würde.

 

Die Auswirkung auf Tiere und Pflanzen:

  • Die Artenvielfalt wird in beispielloser  Schnelligkeit zerstört!
    In Indonesien beispielsweise leben viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten  (Orang-Utans, Sumatratiger und Borneo-Nashörner). Schätzungsweise 2000 Orang-Utans sterben jährlich, sie sind in Freiheit nur noch auf Borneo und Sumatra anzutreffen - und das nicht mehr lange, wenn die Palmölplantagen wachsen.
    Ansonsten ist es wie bei allen Mono-Kulturen - sie bieten nur wenigen Arten einen Lebensraum.
  • Durch massiven Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger (insbesondere Paraquat, das bei uns verboten ist)  in Verbindung mit den starken Regenfällen in der Region werden das Grundwasser und damit auch Mensch und Tier in der Umgebung vergiftet.

 

Die Auswirkungen auf den Menschen:

  •  Die Gesundheit  der Einheimischen wird durch die Palmölplantagen stark beeinträchtigt. Die illegale Brandrodung, die absichtlich während der Trockenzeit durchgeführt wird (da fällt ein Brand nicht sonderlich auf), verursacht Qualm und Rauch, der zu Atemwegserkrankungen führt. Laut einem Bericht der NASA starben im letzten Jahr 19 Menschen an den Folgen dieser Erkrankungen und 500.000 mussten deswegen ärztlich behandelt werden. 300 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter sind für den Menschen stark gesundheitsgefährdend - in Indonesien werden Spitzenwerte von über 2.000 Mikrogramm gemessen!
  • Durch massiven Einsatz von Pestiziden und Kunstdüng er (insbesondere  Paraquat, das bei uns verboten ist) in Verbindung mit den starken Regenfällen in der Region werden das Grundwasser und damit auch Mensch und Tier in der Umgebung vergiftet.
  • In Indonesien leben 45 Millionen Menschen in Wäldern. Dort gehen ca. 5.000 Land- und Menschenrechtskonflikte auf das Konto der Palmölindustrie.
  • Insbesondere die Firma Wilmar  ist dafür bekannt, in mehreren Fällen  Landraub begangen zu haben; bekannt sind  Fälle in Sumatra und Borneo.
    (Übrigens, Wilmar beliefert Unilever, und hierher kommt unser leckeres Langnese-Speiseeis. Guten Appetit!)
  • Ebenfalls von diesem und den anderen Unternehmen wird die indigene Bevölkerung vertrieben, ihre Lebensgrundlage und  Kultur werden vernichtet.
    Viele Einwohner, die sich gegen den Landraub wehrten, wurden verhaftet.
  • Wikipedia berichtet über Zwangsarbeiter, die mit falschen Versprechungen angelockt wurden, und von tausenden Kindern, die Fronarbeit  zu leisten haben. 

  

 

Nachhaltiges Palmöl?
Bio-Palmöl?
Was ist der RSPO?

 

Der WWF setzte sich für nachhaltig angebautes Palmöl ein und rief den  RSPO  (der runde Tisch für nachhaltiges Palmöl)  ins Leben . Der RSPO definierte so selbstverständliche Vorgaben wie humanitäre Regelungen, Verzicht auf Pestizide, Verzicht Brandrodung und Verzicht auf weitere Abholzung des Regenwaldes.
Hier kann man es nachlesen; es ist wunderbar beschrieben und hört sich gut an.

Doch das alles ist eine Farce, denn Monokulturen diesen Ausmaßes  können niemals nachhaltig  und umweltverträglich sein!
Es gibt kein nachhaltiges Palmöl,  ebensowenig, wie es Bio-Palmöl geben kann!


Der RSPO hält nicht, was er verspricht. Was tatsächlich  passiert,  ist vielmehr ein Greenwashing von Palmöl aus illegalen Rodungen über verschlungene Kanäle, es wiederholen sich Menschenrechtsverletzungen wie der weiter oben beschriebene Landraub, und Sozialstandards werden ebenfalls nicht eingehalten. Bei Zuwider-handlungen reagiert der RSPO langsam bis gar nicht, so berichtet Robin Wood.
Die Vorgaben werden einfach nicht eingehalten und  auch nicht überprüft.
256 Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen aus aller Welt haben bereits 2008 den RSPO als Etikettenschwindel abgelehnt.
Der Klimaschutz ist vom RSPO überhaupt nicht berücksichtigt, da weiter Brandrodung betrieben wird und eine Palmölplantage an sich gar nicht klimaunschädlich sein kann (siehe weiter oben bei den Nachteilen - Abbau und Rodung). 

 

 

Schaut mal bei  Google Maps  unterhalb des Ortes Pangkut. 
Wechselt zur Earth-Ansicht. Sieht aus wie schöner grüner Wald? Zoomt näher ran und findet die gitternetzartigen Strukturen zwischen dem Grün. Das sind Wege/Straßen und dazwischen sind die Ölpalmen in Reih und Glied angeordnet. Geht weiter nach rechts und seht, dass sich die gleichen Strukturen auch dort ausbreiten.  Zoomt wieder etwas weg und erkennt die Größe nur dieser einen Plantage! Erkennt den Wahnsinn!

 

  

 

Ihr seid beim Einkaufen und wollt ohne Palmöl auskommen?
Lest hier weiter, denn dort findet Ihr die Deklarationen, hinter denen sich Palmöl und Palmkernöl versteckt.

Weiterhin findet Ihr hier eine Beispielberechnung für die Kosten einer Seife ohne Palmöl.

  

 

 

 

Quellen:
Wikipedia  (Permalink Ölpalme)
Wikipedia  (Permalink Palmöl)

Abenteuer Regenwald
Faszination Regenwald

regenwald.org

Focus vom 05.07.2015    (Anmerkung: Die Behauptung, Palmöl in Kosmetika müsse nicht  deklariert werden,
                                                                       ist nicht korrekt. Das Gegenteil ist der Fall. Für Kosmetika gelten zum Teil

                                                                      wesentlich strengere und umfangreichere Deklarationsvorgaben.)

Bericht über den  RSPO

 

Albert-Schweitzer-Stiftung v. 27.02.2016 
Robin Wood über Palmöl

 

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Fr

26

Feb

2016

Besuch beim Röderhof

Jede Woche fahren wir zum Einkauf unserer Lebensmittel in den Röderhof.

 

Oh Freude, die Störche sind zurück, das bedeutet jedes Jahr das Einläuten des Frühlings!


Hier bekommen wir Lebensmittel aus hauseigener Herstellung, ergänzend gibt es im Laden Lebensmittel in Bio-Qualität von namhaften, Bio-zertifizierten Herstellern.


Wir sind keine Veganer, konsumieren allerdings keine Produkte aus Massentierhaltung. 
Das betrifft nicht nur Lebensmittel, sondern auch Konsumprodukte des täglichen Bedarfs, wie Kleidung usw.  


Nun ja, im Alltag mit den Mitmenschen, wenn es z. B. um Einladungen, Essen gehen usw. geht, bleibt natürlich nur die vegane Lösung. 


Viel Unverständnis begegnet einem da, immer und immer wieder muss man erklären (ja, erklären,  rechtfertigen, jedes Mal, wieso eigentlich?), aber es ist nun mal nicht zu ändern, dass die Menschen es nicht verstehen WOLLEN und so manches Mal sogar aggressiv reagieren, ohne, dass man sie selbst angegriffen hat. Sehr schnell begreifen sie, dass ihre Lebensweise diesem Planeten schadet, möchten aber auf Gewohnheiten, Geldausgaben und Bequemlichkeit nicht verzichten, 
So geht sie dann in die Offensive, ohne jemals angegriffen worden zu sein.

 

Ob wir bei den Mitmenschen etwas bewirken mit unseren Erklärungen, bezweifle ich, allerdings kann man zumindest für sich selbst bewirken, dass man mit seiner Existenz auf dieser Welt seiner Umgebung so wenig wie möglich schadet.

Auf den folgenden Bildern sieht man die Galloways, die hier auf riesigen Koppeln leben, und für die künstliche Befruchtung zum Glück ein Fremdwort ist. Der Stier ist bis auf wenige Ausnahmen ganzjährig bei der Herde, und das ganze Jahr über beobachten wir jede Woche, wie regelmäßig ein Kälbchen mehr die Koppel und den Offenstall belebt.

 

 

Offenstall

 

 

Die Viehweiden

 

 

 

 

Auch die Hühnerhaltung überzeugt uns, der kleine Käfig stand nur etwa eine Woche lang zum Schutz frisch geschlüpfter Küken.

 

Sogar ein Bienen - und Insektenhotel gibt es hier.

 

 

Adebar rundet das Gesamtbild wunderbar ab :)

 

 

Und im Hofladen wird man immer mit einem wunderschönen Blumengesteck empfangen!

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Fr

26

Feb

2016

Produktwarnung

Achtung, Achtung,

wieder einmal eine Produktwarnung!

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Mi

10

Feb

2016

Die Ölpalme

Der  wissenschaftliche  Name der Ölpalme lautet  Elaeis guineensis.


Sie ist verwandt mit der Kokospalme und gilt als die ertragreichste Ölpflanze der Welt.
Die Ölpalme war ursprünglich in Westafrika beheimatet, ist heutzutage aber vor allem in Südostasien  und im tropischen Südamerika zu finden, weil sie dort kultiviert wird. 

Die Palme kann bis zu 30 m  hoch und  weit über 100 Jahre alt werden und bildet ab dem dritten Lebensjahr Früchte aus.  Die Früchte zählen zu den Steinfrüchten,  sind orangerot, walnussgroß und wachsen dichtgedrängt in Fruchtständen am Baum. Ein Fruchtstand kann aus bis zu ca. 1.500 Früchten bestehen und an die 50 kg wiegen.  An einem Baum wachsen ca. 3.000 - 6.000 Früchte.

Portugiesische Seeleute berichteten in Europa  über das Palmöl und die Ölpalme als Nutzpflanze, und seit 1763 war sie wissenschaftlich beschrieben. Später kam sie erst als Zierpflanze nach Asien, bis sie nach 1900  nach und nach in Westafrika, Indonesien und Malaysia in größerem Stil als Nutzpflanze  kultiviert wurde.

Ölpalmen sind mindestens dreimal so ertragreich wie Raps.
Sie beanspruchen außerdem nur einen Bruchteil des Platzes vom Sojaanbau.
Auf die unglaublich vielfältige Verwendung des Öles in fast allen unseren Lebensbereichen  wird in einem anderen Artikel noch gesondert eingegangen werden.


Alles das sind leider Gründe, die die Ölpalme von hohem wirtschaftlichen Interesse werden ließen. 

Lest hier weiter, wenn Ihr mehr über Palmöl wissen wollt.

 

  

 Quellen und weitere Infos:
Pro Regenwald

klett.de
Wikipedia  (Permalink)

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Di

29

Sep

2015

Ein tolles Video, das uns alle angeht...

29.09.2015


Die Wahrheit

Schaut Euch bitte dieses Video an.

Seid ehrlich - wollen wir so weitermachen?


Hierzu gab es einen Kommentar, der uns alle betroffen machen sollte: 


"Viele werden dieses Video liken, ja sogar glauben und verstehen. Und dann zurückgehen in ihren Alltag von gezüchteten Essen und gesteuerten Informationen. Es ist einfach etwas zu teilen, aber was kann ich ändern damit sich etwas ändert? Bei dieser Frage geben 99% der Menschen auf und werden wieder zu Marionetten. Ich meistens auch."

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Di

15

Sep

2015

Palmöl

15.09.2015

 

 

Ich kann es nur immer wieder betonen:

Ich verwende in keinem meiner Produkte Palmöl, so wie ich auch beim täglichen Einkauf darauf achte, darauf zu verzichten, und das hat einen Grund, einen sehr guten Grund!

Bitte lest Euch die Infos unter folgendem Link durch; die wenigsten wissen, was wir alle anrichten, wenn der Konsum von Palmöl nicht endlich sinkt:  klick

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So

30

Aug

2015

Plastik, wohin man schaut...

30.08.2015

 

Es ist wirklich ein trauriges Thema - und ein bedrohliches und beschämendes!
Unser aller Plastikmüll bedroht unseren Planeten. Hier ein alarmierender Artikel ( Link ):

 

 

 

Zitat aus dem Artikel:
"Bald alle Arten gefährdet.

Setzt sich der gegenwärtige Trend zu immer mehr Plastikabfall fort, dann wären die Folgen erheblich: "Wir prognostizieren, dass bis 2050 Plastikteile im Verdauungstrakt von 99 Prozent aller Meeresvögel gefunden werden", so Wilcox und seine Kollegen. "Das ist Grund zur Besorgnis." Denn wenn es sich um größere Kunststoffteile handelt, könne dies zum Darmverschluss und zum Tode führen. Kleinere Teile nehmen dagegen in Magen und Darm Platz weg, der dann für die Nahrung fehlt."

 

Daher sollte man sich gut überlegen, ob man Kosmetika erwirbt, in denen Meersalz enthalten ist. Meersalz ist teurer als herkömmliches Speisesalz und steht in Verdacht, mittlerweile winzige Kunststoffpartikel unseres Plastikmülls zu enthalten. Was genau die Folgen für uns sein können, wissen wir noch gar nicht genau.
Auch hierzu ein Artikel ( Link ):


Was wir hingegen genau wissen ist die Tatsache, dass sich Meersalz in seiner Zusammensetzung zwar etwas vom herkömmlichen Speisesalz unterscheidet, eine evtle. Wirkung aber ganz einfach zu vernachlässigen ist, weil die Mengen der unterschiedlichen Bestandteile einfach zu gering sind. Lest hier mehr ( Link ): Man findet die Information im Abschnitt "Meersalz als Speisesalz".

 


Was bedeutet das für mich und vor allem FÜR EUCH, die IHR meine Produkte kauft?

  • In meinen Produkten verwende ich KEIN Meersalz,
  • Für meine Verpackungen verwende ich keinen Kunststoff, mit Ausnahme von Badebomben und Badesalzen, da diese keineswegs Feuchtigkeit in jedweder Form vertragen. Die Badebomben und Badesalze machen aber nur einen verschwindend geringen Teil meiner Produktpalette aus,
  • Wenn ich auf einem Markt bei feuchter Witterung bin, muss ich ab und an auch auf Kunststoffverpackungen für Seife zurückgreifen, versuche dies aber so weit als möglich zu vermeiden,
  • Bei der Herstellung meiner Produkte verwende ich kein Wegwerf-Plastik, wie z.B Folie zum Auskleiden von Seifenformen - ich säubere eben die Formen nach Gebrauch etwas länger mit der Hand.

 

Die Entscheidung liegt bei Euch...

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Mo

29

Dez

2014

Gedanken über die Umwelt und was ich dafür tun kann - OlShea

29.12.2014

Wenn ein neues Jahr naht, ist ein guter Zeitpunkt, um mal etwas nachzudenken (obwohl man nicht nur zum Jahreswechsel nachdenklich sein sollte  *g* )

Die globalen Probleme werden immer schwerwiegender. Immer noch nehmen die meisten darauf keine Rücksicht und konsumieren, was das Zeug hält.
Auch mit meiner kleinen Siederei bin ich davon betroffen und möchte überlegen, bevor ich fertige und verkaufe.

 

Palmöl habe ich noch nie verwendet, da man es recht gut ersetzen kann. Für einige Seifen allerdings benötigt man aus verschiedenen Gründen eben doch ein Fett mit den Eigenschaften von Palmöl, und dieses habe ich bisher immer durch Kokosfett ersetzt.
Aber sind wir mal ehrlich - ist das mit der Gewinnung von Kokosfett tatsächlich besser?
Ich habe ein bisschen recherchiert und die Antwort lautet: (NOCH) ja!
Wenn ich also Palmöl komplett durch Kokosfett ersetzen möchte, mache ich die Lage auch nicht besser; die Gewinnung mit all ihrer Ausbeutung von Mensch und Natur gleicht sich nämlich alsbald der von Palmöl an.
Ja, ich möchte weiter Kokosöl verwenden, aber nicht mehr so oft und nach Alternativen suchen.

31.12.2014

Und nun habe ich mir eine Alternative ausgedacht, die ich zur Feier des Tages, nämlich heute an Silvester, sieden werde!
Neben auf dem Bild sieht man schon das Siedeprotokoll.

OlShea   soll sie heißen

 - der Name setzt sich zusammen aus den beiden verwendeten Fetten/Ölen, und das wären Olivenöl und Shea-Butter.


Olivenöl und Shea-Butter sind in Bio-Qualität, und die Düfte und Farben natürlichen Ursprungs.  Der Duft ist hauptsächlich Ylang-Ylang, ein Wasserdampfdestillat des Cananga-Baumes, mit einem winzigen Schuß Patchouli (nur zum Abrunden, der typische Patchouli-Duft soll eigentlich gar nicht richtig wahrzuehmen sein), und gefärbt wird sie mit natürlichen Pigmenten. Ach ja, ein Tröpfchen Citronella kommt auch noch dazu!

 

Um  ein schönes Muster hinzubekommen, werde ich den Seifenleim in einen großen und einen sehr kleinen Teil abmessen, und die größere Leimmenge weiß, und die kleinere schwarz einfärben.

 

 

 


Dann wird farblich abwechselnd der Leim in die Form gegossen, über die vier in der Form aufgestellten Holzklötzchen, das ergibt ein sehr schönes Muster.
Column-Swirl nennt sich diese Gießtechnik übrigens ;)

Ach ja, selbstverständlich werden die Klötzchen nach dem Eingießen vorsichtig wieder herausgezogen!

Hier gieße ich gerade die mit Sole angerührte Lauge in den Seifenleim.
Dann wird kurz gerührt, und wenn dann die Düfte in den Leim kommen, muss zügig gearbeitet werden, da gerade bei einer Soleseife der Leim dann ganz schnell andickt und man keine schönen Muster mehr erzeugen kann.

 

Und weiter gehts!
Für mich kann es nichts schöneres geben, als mit einer neuen Seife ins neue Jahr zu kommen!

Hier sieht man noch mal, wie das mit der oben beschriebenen Gießtechnik funktioniert.

01.01.2015

Prosit Neujahr!!


Seid Ihr alle gut reingekommen ins neue Jahr?

 

Ich schon, und meine Seife ist gut reingekommen in die Form ;)


Ja, jetzt ist es mittlerweile schon 2015 und hier sieht man den frisch eingefüllten Seifenleim in der Blockform.  Der vordere Block ist in einer anderen Gießtechnik entstanden - der Leim wird nach Farbe getrennt in die Form gegossen und anschließend mit einem Stäbchen "verswirlt". 
Das Holzklötzchen in der Mitte wird noch entfernt - ich benötigte es kurzfristig, um die biegsamen Silikonwände der Form zu stabilisieren, bis beide Blöcke gleichmäßig mit Leim befüllt waren.

01.01.2015 - später am Tag...

Endlich , endlich ist es soweit!

Da OlShea eine Soleseife ist, wurde sie schnell fest - ich konnte also schon nach wenigen Stunden  ausformen und - endlich!- anschneiden.

Hier sieht man übrigens sehr schön den Unterschied der beiden Muster in den Blöcken.

 

 

Ich finde sie rundherum gelungen.


Durch die Zutaten ist sie Luxus pur und sie ist mein momentaner

Favorit  ;)

 

 

Hier auch nochmal sehr schön zu erkennen die unterschiedlichen, feinen Muster.

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Do

01

Jan

2009

Meine Naturkosmetik

01.01.2009


Als ich mich dazu entschlossen habe, mein Hobby zum Beruf zu machen, sind diesem Schritt nicht nur finanzielle und berufsspezifische Planungen vorausgegangen.

 

 

 


Sehr viele Gedanken haben mich geleitet, die ich in meinem  Blog  teile, den Ihr hier auf diesen Seiten findet.  Es geht dort nicht nur um Kosmetik, sondern um alles, was mich bewegt in Bezug auf mich und meine Umwelt, und was ich als kleines Menschlein dazu beitragen kann.
Daher auch das Bild hier oben in diesem Beitrag - Grauzone, immer zwischen Schwarz und Weiß!



Mein Bestreben ist es, auf diesem Planeten zu verweilen, ohne dabei meine Umwelt, meine Mitmenschen und meine tierischen Mitlebewesen zu schädigen.  Dahingehend versuche ich meine Konsumgewohnheiten auszurichten.

Und nun stehe ich auf der anderen Seite, auf der Seite des Herstellers. Auf der Seite derer also, die ich tagtäglich überaus kritisch beäuge.
Ich möchte meiner eigenen Kritik standhalten können, wenn es um die Herstellung meiner Produkte geht.

Es ist zwar nicht allzu schwierig, dies auch zu verwirklichen, denn es fängt schon im Büro an - ich verwende ausschließlich Recycling-Papier; alle Ordner, Vordrucke, Briefumschläge usw.  sind aus Recycling-Material. Hier möchte ich mal ganz uneigennützig auf Memo.de hinweisen, denn dort bekommt man dieses Büromaterial. Allerdings musste ich hier das Zugeständnis machen, nicht bei einem lokalen Anbieter zu kaufen. Ab und an bekomme ich auch dort Recycling-Produkte, und die ziehe ich dann natürlich vor.

Bei den Produktionsprozessen an sich läßt sich auch viel umweltschädliches Material einsparen. Viele Sieder verwenden Plastikfolie zum Auslegen der Formen oder Wegwerfplastikbecher zum Anrühren der Farben. Solches versuche ich strikt zu vermeiden. Entweder ich nutze Becher aus Glas oder aber solche aus beständigem Kunststoff, die lange halten (letztere sind aber immer die zweite Wahl).

Und nun kommen wir zu dem Produkt an sich, der Seife.
Hier bin ich ständig am Recherchieren.
Palmöl werdet Ihr bei mir niemals finden!
Ebenso versuche ich, Kokosöl in nur kleinen Mengen zu verwenden, da die Produktion von Kokosöl alsbald der von Palmöl an Schlechtigkeit in nichts nachstehen wird.
Ich muss nicht erwähnen, dass meine Seifen vegan sind, oder? Eine Ausnahme macht Bienenwachs und Honig, die bei wenigen meiner Produkte zum Einsatz kommen, hierbei sehe ich aber kein ethisches, bzw. tierschutzrelevantes Problem.
Von vielen Farbstoffen habe ich mich schon verabschiedet und bei den Düften ziehe ich Ätherische Öle den künstlichen Parfümölen vor.
Hier baue ich eine Unterseite auf, die für Euch sehr informativ sein soll, damit Ihr wißt, was Ihr kauft - nehmt Eure Verantwortung wahr und entscheidet Euch gegen die vielen künstlichen Stoffe, die Ihr Euch tagtäglich zuführt, wenn Ihr unüberlegt Kosmetik kauft, weil die so schön aussieht, gut riecht, Euch auf den ersten Blick auch wirksam und gut verträglich vorkommt.
Hinterfragt es und holt Euch Infos, was überhaupt drin ist im industriell gefertigten Produkt. 

Hier kommt Ihr zu der erwähnten  Unterseite, aber bitte habt Verständnis, sie ist noch im Aufbau - schaut einfach öfter mal rein ;)

Noch ein paar Worte zu meinen Seifen findet Ihr hier.

Und hier könnt Ihr ähnliches lesen, ich habs mal zusammengefasst unter "Meine Philosophie"

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