Marktberichte aus dem Jahr 2015  

 

     

Fr

08

Jan

2016

Mittelaltersilvester Göhren auf Rügen

Das hab ich noch gar nicht erzählt - an Silvester war ich mit meinen Seifen in Göhren auf Rügen.
Diese Veranstaltung  wird dort traditionsgemäß zu jedem Jahreswechsel von Sündenfrei  organisiert.

Ich muss aber ein bisschen ausholen - das wird ein längerer Bericht ;)

 

 

28.12.2015
Der Aufbau sollte am 29.12. sein und ich hatte knapp 850 km zu fahren.
Mein Dilemma - ich hatte kein freies Zimmer mehr auf Göhren bekommen. Das heißt, ich musste losfahren, ankommen und aufbauen, damit die Hunde und ich irgendwo schlafen konnten. Im beladenen Auto schlafen ist nicht möglich, da es immer bis zum Dach voll  ist, wenn ich auf Märkte fahre - selbst der Beifahrersitz ist belegt. Nur ein Nickerchen im Sitzen unterwegs ist möglich, und das ist doch recht unbequem.

 Also hab ich am 28. mein Auto geladen, mich dann abends schlafen gelegt - nein, ich habe mich hingelegt und VERSUCHT zu schlafen, aber schlafen vor einem Markt und generell vor Mitternacht ist immer so eine Sache bei mir. Kurz - an Schlaf war nicht zu denken, aber entspannen ist ja auch schon was.

 

 

29.12.2015
Um drei hab ich mich selbst und die Hundis ins Auto verfrachtet, nochmal aufgetankt und war um kurz nach halb vier morgens startklar ;)

 

Ich muss sagen, ich bin super gut durchgekommen, ich hatte auf der ganzen Strecke bis vor die Stralsunder Brücke keinen einzigen Stau!
Ich glaube, so was hab ich noch gar nicht erlebt!
Trotzdem brauchte ich recht lange, denn ich musste ja zwischendurch mehrmals mit den Hunden raus. Länger als drei Stunden im Auto mochte ich ihnen nicht zumuten.

 

Immerhin, morgens um kurz nach sechs hatte ich noch etwas mehr als 200 Kilometer bis Lübeck.

 

Am 29.12.  morgens um halb zehn waren fünfhundert Kilometer geschafft!
Mein Navi gab sich da noch der Illusion hin, wir würden wie geplant zwischen 13 und 14 Uhr ankommen...

 

 

Bald haben wirs! Laut Navi Ankunft viertel nach zwei, das ist doch prima!

 

 

Die Stralsund-Brücke - ca. 13:30 Uhr!

 

So, da hoffte ich, in einer halben Stunde an Ort und Stelle zu sein, aber weit gefehlt - der erste Stau dieser Reise auf den letzten Kilometern, und das so kurz vorm Ziel, schon auf der Insel Rügen.

 

Um ca. 15 Uhr bin ich endlich angekommen!

Göhren ist wunderschön und erst der strahlende Sonnenschein, herrlich!

Jetzt Zeit haben für eine lange Strandwanderung, das wärs ;)


Nun aber  erstmal die Schnuffs raus, damit sie ein bisschen rumlaufen konnten, dann wieder rein mit ihnen ins Auto und den Marktmeister gesucht. Ich hätte jetzt noch schön viel Zeit zum Aufbauen gehabt.

Nun ja, es gab dann leider zwei Probleme - das erste war, dass der Marktmeister echt viel zu tun hatte und ich eine Stunde auf ihn warten musste - da wars schon fast siebzehn Uhr - und das zweite Problem - ich sah nur Verbundsteinpflaster!

Und zwar mit ganz engen, betonierten Fugen!

Das heißt mit anderen Worten, dass es nicht möglich war, mit meinen Heringen in den Boden zu kommen und das Zelt aufzubauen.

Es war meine Schuld, ich hätte explizit beim Veranstalter nachfragen müssen, aber nun wars zu spät.

In der einen Stunde, in der ich keinen Ansprechpartner für diese Probleme hatte, hab ich echt so richtig gelitten! Es war eisig kalt, ich  wußte nicht, ob ich überhaupt mein Zelt aufbauen konnte; was ich hingegen wußte war, dass auf Rügen kein einziges Fremdenzimmer mehr frei war, und schon gar keines, wo ich mit meinen zwei großen Hunden hätte unterkommen können.

Es gab also nur zwei Möglichkeiten: entweder bald aufbauen oder aber direkt wieder ins Auto und mal eben die 850 Kilometer zurückrattern!

Und dann kam er, und er und seine Kollegin machten es möglich! Wir fanden ein Plätzchen direkt an der Ufermauer zwischen zwei  kleinen Grünflächen. Die beiden Außenseiten des Zeltes konnte ich da schon mal mit Heringen festmachen. Und dann ließen sie extra für mich von den Mitarbeitern des örtlichen Bauhofs, die schon längst Feierabend hatten, Betonklötze anfahren.
An diesen Klötzen konnte ich das Zelt befestigen.
Ich wäre diesen Leuten am liebsten allen um den Hals gefallen!

Ich war schon ziemlich ausgelaugt von der Fahrt, dem Schlafmangel, aber vor allen Dingen wegen des Stresses dieser einen letzten Stunde. Aber was wollte ich machen, ich hatte nur diese eine Möglichkeit, also hieß es jetzt nochmal vier Stunden ordentlich ranklotzen, aufbauen und einräumen das Zelt!

 

 

Hier der Beweis - Normannenzeltbau  auf Verbundsteinpflaster - geht alles...

Die nächste Widrigkeit war der Wind. Ich hatte zwar viel Seil mitgenommen, weil es ja logisch ist, dass es am Meer mehr stürmt als sonstwo, aber es windete doch schon recht heftig - so sehr, dass ich Mühe hatte, meine Vorderplane aufzustellen und festzuzurren. Nach mehreren Fehlversuchen, bei denen es mir beinahe wieder mal die Holzstangen um den Kopf gehauen hatte, hatte ich es aber geschafft. Schnell noch die Seitenplanen eingehängt und dann alles doppelt und dreifach fest verzurrt, auch an den Bäumen ringsherum - das Zelt stand sicher wie eine eins, ach, was war ich erleichtert!

 

Geschnürt, gebunden und geknotet, alles sicher trotz Sturm, wie sich einen Tag später herausstellen sollte.

Ich glaube, es war gegen 22 Uhr, als ich fertig war. Ich wollte dann noch mal mit den Hunden gehen und dann  schön die eigens zuvor angeschaffte Gasheizung anwerfen, um mich endlich, endlich hinlegen zu können.
Aber weit gefehlt - mir fehlte ein Werkzeug - ein einziges Werkzeug, um die Heizung auf die Gasflasche zu montieren. Nur ein klitzekleiner Inbus-Schlüssel, den ich zu Hause vergessen hatte.
Das war doch wie verhext!

Aber wir hatten ja noch mein Auto, die Hundis und ich.
Ich habe dann meinen Schlafsack und viele, viele Decken geschnappt, den Hundekäfig ausgebaut aus dem Auto und mit den beiden erstaunten Vierbeinern überraschend bequem hinten im Laderaum meines Combo genächtigt.
Die Hunde haben echt nicht schlecht gestaunt, als wir alle drei im Auto lagen ;)
Ich muss zugeben, dass ich kurz zuvor den Motor eine Viertelstunde habe warmlaufen lassen. Ja, mit schlechtem Gewissen, aber es waren draußen null Grad, Tendenz fallend. Und die Viertelstunde hat gereicht, um eine ausreichende Grundtemperatur ins Auto zu bekommen. Zu dritt da hintendrin mit genügend Decken und einem dicken Schlafsack wars dann warm genug, auch für die Hunde.

 

Es ist leider ein sehr schlechtes und sehr schiefes Foto, aber hier sieht man die beiden neben mir im Auto - der Boss schaut ganz fassungslos zum Fenster raus und Frey, den man hier leider nicht ganz erkennen kann, freut sich und rückt mir ordentlich auf die Pelle  ;)

 

Der Boss ließ sich aber dann später ebenfalls dazu herab, sich an mir zu wärmen, nachdem er sich an die für ihn sehr befremdliche Situation gewöhnt hatte...

 

30.12.2015

Am nächsten Morgen sah dann alles schon viel freundlicher aus, obwohl ich immer noch das Problem mit der Heizung hatte...

Die Hunde fanden den Strand toll und Loco konnte einfach  nicht verstehen, dass dieses viele, viele Wasser so anders schmeckte als das, was er bisher kannte.
Immer  wieder versuchte er zu trinken und ließ es dann angewidert und verständnislos wieder bleiben.
Er war noch nie im Meer, plantscht aber  immer gerne in Pfützen, Teichen und Bachläufen rum. Natürlich ist er hier trotz der Kälte auch ins Wasser gelatscht, allerdings nicht bis über den Bauch ;)
Frey ist mit seinen drei Beinen im Sand richtig herumgerast und war voller Lebensfreude.
Beide hatten unglaublich viel Spaß!
Leider habe ich es versäumt, Fotos davon zu machen, sehr schade :(

 

Und dann gings auch schon los, der Markt hatte begonnen. Nach wie vor war es sehr windig, und dadurch, dass mein Zelt überwiegend an den Betonklötzen befestigt war, reichte die Plane bei weitem nicht bis an den Boden, und es zog fürchterlich hinten, wo die Hunde lagen.

Also flugs ein bisschen umgebaut , damit sie sich vorne bei mir aufhalten konnten. War zwar eng und die Hunde sind auch manchmal zurück nach hinten gegangen, aber sie froren wenigstens nicht.
Die Temperaturen waren weiterhin um die  null Grad, und es war schon verdammt kalt, vor allem, als die Sonne sich verzog und Wolken aufkamen - und abends im Dunkeln sowieso.
Da kam ein Pärchen vorbei, das hier auf Rügen über Silvester zum Wintercamping war, und die beiden sprachen mich an, ob es denn nicht fürchterlich kalt sei so ohne Heizung. Ich klagte ihnen mein Leid, und die beiden erzählten mir, dass sie mit ihrer Gasheizung genau das gleiche Problem hatten, sich aber mit einem Akku-Schrauber beholfen hatten. Sie versprachen, am nächsten Morgen vorbei zu kommen, um mir die Heizung gangbar zu machen!
Ich war wirklich begeistert!
Überhaupt traf man so nette und herzliche Menschen hier.

 

31.12.2015

Nach einer weiteren Nacht im Auto kam ich am nächsten Morgen mit den Hunden an mein Zelt, um für den Markt zu öffnen, und da standen die beiden schon da!
Sie hatten an mich gedacht, den Akku-Schrauber in den Rucksack gepackt und ganz flugs meine Heizung in Gang gesetzt!
Kinder, das war ein Fest!
Vielen lieben Dank nochmal an die lieben Leute unbekannterweise!

 

 

Alles in allem war das ein  sehr schöner Markt. Ich fand es einfach herrlich, so dicht am Meer zu stehen mit meinem Stand.

 

 

 


Der Wind hatte nachgelassen, und meine Hunde konnten sich wieder nach hinten ins Zelt verziehen, wenn sie ihre Ruhe haben wollten (und die wollen sie oft *g*)

Leider wurde es später regnerisch (auf den Regen hatte ich schon gewartet..) und es gab viele Unvernünftige, die ihre abartig lauten Böller abschossen. Das müssen solche gewesen sein, die man hier bei uns in Deutschland nicht zu kaufen bekommt.
Später dann kamen meine große Tochter und ihr Freund, die später als ich angereist waren und eine Ferienwohnung angemietet hatten.
Sie nahmen meine Hunde mit zu sich in die Wohnung, denn das Böllern war für die beiden schon eine Qual.

Später waren wir Markthändler froh darüber, dass die Witterung feucht geworden war, denn die immer noch Unvernünftigen schossen ihre Feuerwerkskörper direkt auf die Baumwollzelte. Wenn die Planen so trocken gewesen wären wie gestern, hätten sie gebrannt wie Zunder...
Glücklicherweise hatten wir eine tolle Security, die dem idiotischen Spiel dann ein Ende setzte.

 

 

 

01.01.2016

Ein frohes neues Jahr allen!

 


Es war schon ein tolles Erlebnis, auf einem Mittelaltermarkt am Ostseestrand ins neue Jahr zu gehen! Das möchte ich auf gar keinen Fall mehr missen und würde es gerne noch einmal tun ;)

Dabei möchte ich auch noch einmal all die Leute erwähnen, die ich kennen gelernt habe, oder auch nur solche, die mir einfach auf der Straße begegnet sind - das waren alles durchweg ungeheuer freundliche und auch oft herzliche Begegnungen.

Nach Marktende fuhr ich dann in die Ferienwohnung meiner Tocher und ihres Freundes und konnte meine Hunde wieder in Empfang nehmen.
Die beiden hatten einen geruhsamen Abend verbracht, waren nochmal Gassi und waren sogar schon abgefüttert, als ich kam.
Und ich wurde sogar noch mit Tee und einer warmen Mahlzeit empfangen, welch ein Luxus, den mein Töchterlein mir da bot ;)

 

 

 

Wie schnell war der letzte Tag gekommen - es hieß noch ein letztes Mal an den Hundestrand, Abschied von Kind und Schwiegerfreund und ab gings mit den Hunden zum Abbauen.

 

 

 

 


Das Wetter hatte den ganzen Tag über gehalten, aber ganz zum Schluß, leider noch bevor ich die große Plane ins Auto packen konnte, fing es wieder an zu regnen, aber zum Glück nur ganz leicht.


Meine Pläne, nochmal hoch nach Sassnitz und an die Kreidefelsen zu fahren, gab ich schweren Herzens auf, denn es dämmerte schon und ich musste noch tanken. So gegen 17 Uhr fuhr ich etwas traurig los und hatte erneut eine sehr gute und stressfreie Reise.

 

Etwa um zwei Uhr in der Nacht kam ich zu Hause an.
Zwei Tage später traten meine Tochter und ihr Freund die Heimreise an - mit weniger Glück als ich, denn schon am Tag meiner Abreise wurde es in Göhren noch richtig kalt und auf der Heimfahrt hatten sie Schnee ohne Ende und standen mehrere Stunden im Stau.

 

02.01.2016

So, Auto ausgeladen, Doppelgarage voll mit ausgebreiteten  Planen, Werkzeug und Ausrüstung  (Autos stehen bei uns keine in der Garage...)
- und das hier im Treppenhaus  ist ein kleiner Teil meiner Ware und sonstiger Kleinkram - unten an der Treppe steht noch mehr...  

Chaos ohne Ende. 

 

Aber ohne dieses Chaos wär ich nur ein halber Mensch ;)

 

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Mo

07

Dez

2015

Weihnachtsmarkt in Erlensee-Rückingen

Dezember 2015, 2. Advent

Zum zweiten Mal durfte ich mit meinen Seifen bei dem Historischen Weihnachtsmarkt  in Erlensee/Rückingen dabei sein; das ist ein kleiner, wunderschöner mittelalterlicher Weihnachtsmarkt an der Wasserburg in Rückingen.

Zu meiner großen Freude habe ich dort mehrere Leute wieder getroffen, die bei mir im letzten Jahr Seife gekauft hatten und nun eigens aus diesem Grund wieder zu mir gefunden haben.
Vielen Dank, ihr lieben Rückinger Menschen!

Ordentliches Pech beim Aufbau hatten wir schon - die Wiese durfte wegen der Nässe nicht befahren werden und wir mussten ALLES zu Fuß vom Auto bis zum Standplatz schleppen, jede einzelne Stange, die schwere Plane, das ganze Sortiment - DA wusste ich abends, wieso ich jeden Knochen einzeln spürte...

 

Aber gelohnt hat sich das Ganze, die Wiese blieb weitestgehend unbeschädigt und der Markt war mindestens genauso schön wie letztes Jahr!


Kleine Märkte haben eben  einen ganz großen Reiz, und man staunt immer wieder, wie die Menschen vor Ort  "ihren" Markt bei Wind und Wetter besuchen und ihm die Treue halten.

Der Erlös des Marktes ging der Flüchtlingshilfe zu, und zwar für einen ganz besonderen Zweck, nämlich für die Bildung und schulische Förderung der Flüchtlingskinder. Das finde ich eine ungeheuer gute Sache und habe gerne mein kleines Scherflein dazu beigetragen.

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Di

01

Dez

2015

Weihnachtsmarkt in Gustavsburg

Dezember 2015, 1. Advent


Ein  zwar nicht mittelalter-licher, aber richtig schöner  Weihnachtsmarkt ist der in Gustavsburg auf dem stilvollen Kramer-Klett-Platz am 1. Advent.

Hier durfte ich auch mit meinen Seifen dabei sein und es hat trotz Kälte richtig Spaß gemacht. Mit dem Wetter hatten wir Glück, ein paarmal "wollte" es anfangen zu regnen, aber alles in allem war es trocken.

Das war wieder einmal gelungen und ich hoffe, im nächsten Jahr wieder mitmachen zu dürfen.

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Do

08

Okt

2015

Märchen- und Sagenmarkt Loreley Oktober 2015

Und wieder die schöne Loreley mit meinem Lieblingsveranstalter Sündenfrei.
Der Märchen- und Sagenmarkt  fand zum zweiten Mal statt und darf nun sicherlich als Erfolg verbucht werden. Letztes Jahr war die Erstveranstaltung etwas schleppend angelaufen.

 

 

Hier bin ich beim Aufbau.

 

 

Naja, sagen wir mal - gaaanz am Anfang des Aufbaus ;)

 

Mein Stand war schräg gegenüber der Bühne, da hatte ich immer was zum Sehen und Hören ;)

 

Es spielten auf die   Spielleut Ranunculus!

 

 

Diese Veranstaltung war schon viel besser als die Erstveranstaltung des Vorjahres.
Aus diesem Grund werde ich mich für das Dritte Märchen- und Sagenfest 2016 auch wieder bewerben ;)

Soll ich noch was zum Wetter sagen?
Ich tu es: Es regnete nur ganz, ganz wenig ;)

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Mi

23

Sep

2015

Mittelaltermarkt auf der Burg Neuenstein

Noch ein Markt im September - und wieder eine Erstveranstaltung von Sündenfrei.
Die Burg  Neuenstein liegt in der Nähe von Bad Hersfeld fast direkt an der A7.
Ein sehr schöner Platz für einen Markt.
Ich stand fünf (!) Stunden im Stau auf der Hinfahrt und kam erst im Dunkeln an. Ich hatte mich zudem noch verfahren...
Also, nächste geplante Anschaffung: Ein Navi! Unbedingt!

 

In der Nacht zwischen 23 und 2 Uhr baute ich mein Zelt auf, mit Hilfe meiner netten Nachbarn, den Gerbern. 
Hier auf dem Bild ist er gerade bei der Arbeit zu sehen.

Um ehrlich zu sein, war dieser Markt für uns alle, sogar die Gastro, sehr schlecht.
Obwohl ich nur wieder von der Handschrift Sündenfreis schwärmen kann, die eine sehr schöne Location ausgesucht haben und wieder eine gute Auswähl an Handwerkern, Händlern und Gauklern boten.

Allerdings wollten wohl die Menschen rund um Bad Hersfeld nicht so recht "mitspielen": Sie kamen nur ganz, ganz zaghaft, leider in nur ganz kleinen Personenzahlen und zogen teils auch ganz schnell die Kinder vom Stand weg, damit man ja nicht schauen musste. Ein sehr zurückhaltendes Völkchen sind sie, die Menschen dort - vielleicht lassen sie sich nächstes Jahr etwas mehr aus der Reserve locken?

 

Der Standort des Marktes an sich schreit geradezu nach Wiederholung, denn die Burg und die ganze Umgebung sind einfach sehenswert.

Das Wetter war unbeständig, geregnet hat es auch. Wäre ja auch ungewohnt für mich gewesen, so ganz ohne Regen...
Falls wir im nächsten Sommer wieder mal unter Trockenheit leiden sollten, so veranstalte jemand einen Markt, engagiere mich als Seifensiederin und - schwupps - es WIRD regnen ;)

Trotz allem bin ich der Meinung, dass es Sündenfrei in den nächsten zwei bis drei Jahren gelingen wird, aus diesem Markt gelungene Veranstaltungen zu machen.
Sie bieten qualitätsmäßig einfach sehr viel.
Ich selbst warte erst mal ab, die Anfahrtskosten und der Zeitaufwand sind zu hoch, als dass ich mir das im Moment finanziell leisten könnte.
Aber in ein paar Jahren, wenn die Veranstaltung "eingefahren" ist, sehen wir uns bestimmt wieder auf Burg Neuenstein!

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Mo

14

Sep

2015

Hayner Burgfest

14.09.2015

Das Hayner Burgfest war wieder eine gelungene Veranstaltung!

Wie immer hat es die Orga verstanden, einen qualitativ hochwertigen Markt zu bieten, in herrlicher Kulisse und bei moderaten Preisen.

Ich bin gerne nächstes Jahr wieder mit dabei!

Wie man sieht, ist mein Zelt wieder ein bisschen gewachsen, denn nun habe ich noch Hängeregale über dem kleinen Verkaufstisch.


Sehr viele bekannte Gesichter habe ich gesehen, Tanja, das Seherweib, war wieder meine Nachbarin - nur diesmal auf der anderen Seite, und meine Goldschmiede waren ebenfalls da.


Auch private Bekannte kamen vorbei - letztes Jahr schon habe ich dort jemanden getroffen, an den ich schon gar nicht mehr gedacht hatte ;)

 

Die Mittelalter-Paparazzi haben auch mich und meinen Stand "eingefangen" - wer mag, geht einfach mal auf deren Seite und sucht in der chronologischen Übersicht das Hayner Burgfest im September 2015.

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Mo

07

Sep

2015

Meine Seifen auf der Bischemer Kerb!

07.10.2015

Anfang September steht für meine Familie und mich immer im Zeichen unserer Kerb - ein Traditionsfest halt ;)

Um es mal auf Hochdeutsch zu übersetzen:
"Bischemer Kerb" bedeutet: "Bischofsheimer Kirchweihe"

 

;)

Ich bin überhaupt kein christlicher Mensch, aber dennoch begrüße ich es, dass sich Jahr für Jahr Jugendliche aus unserem Ort zusammenfinden, um für dieses traditionelle Fest, an dem Jung und Alt zusammen feiern, sehr viel Freizeit und Herzblut zu opfern. Sie arbeiten nämlich das ganze Jahr über an diesem großen Ereignis, da sie für ein recht beachtliches Programm an diesen Tagen verantwortlich sind. Zudem bringen sie eigens eine Zeitung zur Kerb heraus, nehmen an Fastnachtsumzügen teil und sind somit das ganze Jahr hindurch für unsere Kerb organisiert. Daher möchte ich auch gerne auf ihre Facebook-Präsenz verlinken: klick!

 

Doch dieses Jahr hatte dieses Fest auch etwas mit meinen Seifen zu tun: Unsere Kerb hat nämlich auch einen Künstlermarkt aufzuweisen, zu dessen Teilnahme ich eingeladen wurde. Das hat mich unglaublich gefreut, auch einmal den Bürgern meines Heimatortes meine Produkte zeigen zu dürfen.

 

Der Künstlermarkt findet immer direkt auf dem Ortsdamm statt, und so stand denn auch Pavillon neben Pavillon mit vielen interessanten Arbeiten.

Leider wollte das Wetter nicht so recht mitspielen, aber wir hatten doch noch Glück im Unglück, denn der Regen "drohte" uns nur, zeigte sich aber gnädig und zog immer wieder vorbei ;)

Daher sind die Bilder auch recht trist.

 

Und die Bischofsheimer Bürger waren uns treu und besuchten fleißig unsere Stände, vielen Dank Euch dafür!

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Di

25

Aug

2015

Danke Waldsee!

DANKE  WALDSEE!

Dieser Markt war wieder wundervoll!

- zum einen spielte das Wetter mit, denn wir hatten die gesamte Marktzeit über wundervollen Sonnenschein. Das kenne ich nicht, denn in den zwei Jahren, die ich jetzt mit meinen Seifen unterwegs bin, hatte ich IMMER mindestens einmal Regen während der Marktzeit ;)

- Zum anderen ist der Waldseeer Mittelaltermarkt einfach hervorragend organisiert und alle Mitwirkenden mit Bedacht ausgesucht. Die Spielleute Halitus Exprementes zum Beispiel! Hier gehts nochmal zu deren Seite.

Und was hab ich mich gefreut, den lieben Klaus wiederzusehen und auch die anderen bekannten Gesichter. Meine beiden Goldschmiedenachbarn waren auch wieder da. Sehr schön war das!

 

 

- Und nicht zuletzt sollen hier noch die Menschen aus Waldsee genannt sein! Diese Leute sind einfach  ein wahnsinnig liebenswertes und herzliches Volk.

 

Und jaa - ich darf nächstes Jahr wieder kommen; Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie ich mich da jetzt schon drauf freue ;)

 

Ich muss noch erwähnen, dass alle Einnahmen, die die Veranstalter hatten, einem guten Zweck zufließen werden, dies wird jedes Jahr so gehandhabt.

 

Hier gehts übrigens zum Veranstalter.

Allerdings musste ich beim Abbau meine ganz persönliche "Wetterzeche zahlen", denn das schöne Wetter hielt zwar während der Marktzeiten, nicht aber während des Abbaus.
Zwei heftige Windböen leiteten das Ganze ein und mir rissen zwei Zeltschnüre. Alles in allem ist aber ansonsten alles heil geblieben, aber wenn man da alleine ist mit einem schweren Baumwollzelt mit Holzstangen, zwei Hunden, der Ware und der kompletten Ausrüstung und noch mehr Böen befürchten muss, zerrt das schon ordentlich am Nervenkostüm.
Ich hatte Riesenglück, denn der Wind ließ nach und dann regnete es zwar stetig, aber nicht allzu stark.
Vier Stunden habe ich insgesamt abgebaut und heute Nacht erstmal wie ein Stein  geschlafen ;)

Heute heißt es erstmal Auto ausräumen, Planen und Stangen säubern und trocknen, die Ausrüstung wieder reinigen und sortieren und die Warenbestände sichten.
Morgen erst gehts dann wieder normal weiter mit den Seifen und allem anderen, was ich so für Euch habe ;)

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Di

21

Jul

2015

markt 22 in Ginsheim

 

 

Eine Super-Idee, einen kleinen Künstlermarkt auf einem Privatgrundstück abzuhalten.

 

 

 

 


Das Wetter wechselte zwischen brüllend heiß, schwül und nachts Gewittersturm  ( und selbstverständlich Regen - wer meinen Blog verfolgt, kennt das schon),  aber trotzdem kamen recht viele Menschen.


Es waren auch sehr interessante und tolle Arbeiten zu besichtigen. Kompliment für diesen tollen kleinen Markt!

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Mi

27

Mai

2015

Pfingstturnier auf der Ronneburg

Früher habe ich davon geträumt, und nun gleich zweimal hintereinander Ronneburg ;)

Dieser Markt hatte aber nichts mehr mit dem gemein, was die Mittelaltermärkte auf der Ronneburg früher ausmachte.

Horrende Eintrittspreise für einen Markt mit  Ritterturnier, eine "Musik- und Jonglagegruppe", die sich weder musikalisch noch durch ihre Gewandung in irgendeiner Weise die Mühe machten, dem Mittelalter nahe zu kommen und abends nach Marktende, wo eigentlich viele in den Lagern  ihre Musikinstrumente hervorholen, noch mit Ghettoblastern das Gelände beschallten.


Nur wenig gewandete Besucher, nur Menschenströme, die billige Artikel kauften, weil der Geldbeutel schon nach dem Passieren der Kassen leer war. 
Traurige Angelegenheit, die schon fast einer Kirmes gleichkam  :(

Das Wetter war durchwachsen, zwischendurch mal Regen, aber  durchaus erträglich.


Mit meinem Zelt bin ich jetzt soweit, dass ich es endlich, endlich seitlich vollends schließen kann - es regnet nicht mehr hinein, welch eine Wohltat!
Außerdem ist es wieder "gewachsen" - über dem großen Verkaufstisch ist jetzt noch ein Hängeregal - ich hatte mittlerweile einfach zu wenig Platz für das wachsende Sortiment.

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Di

05

Mai

2015

Walpurgis- und Maimarkt auf der Ronneburg

Mein Traum geht in Erfüllung!


Auf der Ronneburg hatte ich zusammen mit meiner Mutter zum ersten Mal eine Seifensiederin auf einem der wunderschönen mittelalterlichen Weihnachtsmärkte gesehen. Mehr darüber hier.

 

 

Das kann gut zehn  oder mehr Jahre her sein.

 

Mehrere Jahre kamen wir immer wieder an ihren Stand, und immer mehr wuchs in mir der Wunsch, auch einmal Seife herzustellen.
Die Ronneburg an sich ist ein wunderbarer Schauplatz für einen Mittelaltermarkt, es wurden immer hochwertige Musikgruppen gebucht und auf dem Markt fanden sich sorgfältig ausgewählte Händler, Handwerker sowie die ins Ambiente passende Gastro.
Auch die Umgebung der Burg ist einfach herrlich und  alles ist für einen Mittelaltermarkt wie geschaffen.
Auch die Besucher gaben sich Mühe. Da gab es wenig "Karnevalskostüme", sondern man sah sehr viele schön und passend gewandete Menschen.

Ich hätte nie gedacht, einmal selbst als Seifensiederin hier stehen zu dürfen ;)

 


Ich stand direkt hinter der Torwache - da gab es so manchen lustigen Wortwechsel.

 

 

Das nächtliche Lager - die Ronneburg ist herrlich.

Allerdings hat sich ein bisschen was geändert in all den Jahren, in denen ich nicht mehr auf den Märkten dort war.
Der Walpurgismarkt war außerordentlich gut besucht, wies aber lange nicht mehr die Qualität der früheren Märkte auf.  Es war zwar schön, aber das Ambiente hat mächtig gelitten - in allen Belangen.
Der ahnungslose Besucher bekommt leider nicht wirklich Einblicke in das Leben, wie es damals gewesen sein könnte.

An Pfingsten bin ich wieder dort zum nächsten Markt und hoffe, dass diese Veranstaltung wieder an die Qualität von früher anknüpft.

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Di

07

Apr

2015

Osterspektakel mit Turnier auf der Loreley

 

Im April war es dann endlich so weit - ich durfte wieder auf die Loreley!


Das  Osterspektakel stand bevor.


Hier sieht man grade, dass es Aufbautag ist ;)


 

Ich hatte dieses Mal den Luxus, von meiner großen Tochter begleitet zu werden, da war das Aufbauen gleich halb so schwer und wurde doppelt so schnell erledigt!
Und die Hunde hatten weniger Langeweile ;)

 

Wir mussten schon am Donnerstag zum Aufbau anreisen, weil am Karfreitag keine Arbeiten auf dem Gelände stattfinden durften. Samstags durfte nicht  mehr aufgebaut werden, was bedeutete, dass wir einen komplett freien Tag am Karfreitag hatten.


Einen ganzen Tag im fertig aufgebauten Zelt oben auf der Loreley - Ihr werdet es nicht glauben, aber wir hatten keine einzige Sekunde Langeweile!

Ein bisschen geärgert hat uns aber, dass sich ganz viele andere nicht dran hielten und erst Freitag anreisten. 
Ok, wir hatten einen schönen und geruhsamen Tag da oben, aber trotzdem hätten wir beide weniger Stress zu Hause gehabt, wären wir ebenfalls erst freitags gekommen.

Das Wetter war durchwachsen, zwischendurch auch mal sonnig, aber Regen gabs natürlich auch. Der Regen auf dem Markt ist für mich mittlerweile so sicher  wie das Amen in der Kirche.


Ja, es regnete sogar gelben Hagel, wie man sieht ;)

Und jeden Morgen, wenn ich mit den Hunden meine Runden drehte, war das Gras noch so richtig knackig gefroren - es war alles weiß und raschelte unter den Schuhen.


Nun ja, April halt.

 

 

So langsam füllt sich der Platz; wir stehen direkt unter einem Baum ;)

An meinem Zelt habe ich übrigens jetzt über dem Verkaufstisch eine Mittelstange angebracht, damit das Ganze etwas mehr Stabilität erhält. Es wächst immer ein bisschen weiter ;)

 

Ein Blick in die Runde...

Obwohl ich der geborene Nachtmensch bin und die Nächte auf den Mittelaltermärkten liebe, muss ich für diesen Markt sagen, dass die schönsten Augenblicke die am frühen Morgen waren.

 

 

Alles war ruhig, man saß mit dem Kaffee  draußen, die Hunde schnupperten zufrieden ums Zelt herum, und ein paar Zelte weiter gab eine Harfenspielerin wunderschöne Töne zum besten.
Existiert eine bessere Gelegenheit, den Tag zu beginnen? Für mich nicht, außer es wäre an einem sommerlich-mediterranen Strand ;)

 

 

Aber nun gehts endlich los!

 

Der Veranstalter Sündenfrei ist  einfach ein Garant für gelungene Märkte.

 


Natürlich bietet das Gelände auf der Loreley auch den passenden Schauplatz für eine solche Veranstaltung.

 

 

 

 


Händler, Handwerker, Gastro, Musik, alles paßte wieder mal. (Nur das Wetter nicht, aber das bin ich schließlich gewohnt...)

Es spielten auf die lustigen Spielleut Pampatut.

 

Das ist die Sündenfrei-Handschrift!

 

Die Märkte sind zwar oft für mich nicht der Kassenknüller, aber für den Besucher stimmt einfach alles!


Da freue ich mich doch schon auf den Markt im Oktober diesen Jahres, der vom selben Veranstalter organisiert wird!

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Di

10

Mär

2015

6. Mittelalterlicher Frühjahrsmarkt Biebesheim

Der erste Markt für 2015 und ich bin bereit zum Durchstarten!

Dieses Mal hat es mich nach Biebesheim auf den schon sehr bekannten Mittelalterlichen Frühjahrsmarkt verschlagen.

 

Wie erwartet, hatte diese Veranstaltung einen großen Besucherandrang, hier sieht man die Schlange der Wartenden an der Kasse.

 

Trotzdem waren die Besucher recht zurückhaltend, und als einzige war wohl die Gastro zufrieden.

Aber es war schön, ein paar alte Bekannte wieder zu treffen, außerdem fehlte mir die Marktfahrerei doch sehr - das waren zwei lange Pausenmonate für mich ;)

Das Wetter war durchwachsen, meist trocken, aber selbstverständlich gab es auch einige Regengüsse....

Nun denn, der Auftakt war gemacht, und ich war trotz des schlechten Marktergebnisses froh, wieder auf Achse sein zu dürfen!

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